GLOBAL SYSTEMIC CRISIS Press clippings
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Warum LEAP/E2020 seine Voraussage eines Wechselkurses EURUSD von 1,75 für Ende 2008 aufrecht hält
- Pressemitteilung des GEAB vom 18. September 2008 -
Wer glaubte, der steile Anstieg des Dollars im Verhältnis zu beinahe allen Weltwährungen seit Juli 2008 führe dazu, dass LEAP/E2020 seine Aussage über die langfristige Wertentwicklung des Dollars ändern würde, irrte sich. Wir sehen überhaupt keinen einleuchtenden Grund, von unserer Einschätzung abzuweichen, dass der Euro bis Jahresende 2008 bei 1,75 Dollar stehen werde. In dieser Ausgabe des GEAB werden wir nicht nur darlegen, wieso für uns der Kursanstieg des Dollars nicht von Dauer sein kann ; vielmehr sind für uns Art und Weise und die Details der immensen Manipulation, die das US-Finanzministerium mit aktiver Mithilfe der Primary Dealers, der US-Zentralbank, den Zentralbanken Chinas und wahrscheinlich auch Japans und Europas seit der letzten Juliwoche organisiert hat, ein Beweis, dass sich der Zerfall des seit 1945 die globale Finanzwirtschaft regierenden Dollarsystems beschleunigt hat.
Seit Ende Juli 2008 mangelt es nicht an Versuchen, Erklärungen für die wundersame Erholung des US-Wechselkurses zu finden. Überwiegend konzentrieren sich diese Erklärungsversuche auf den Anstieg des Dollars im Verhältnis zum Euro. Dies ist einleuchtend, da in der Tat in den vergangen Jahren und Monaten am EURUSD-Wechselkurs der Niedergang des Dollars besonders offensichtlich zu beobachten war. Unsere Wissenschaftler haben diese Erklärungsversuche einer eingehenden Analyse unterzogen und sind zu einer recht einfachen Schlussfolgerung gelangt : All diese Scheinerklärungen sind das Ergebnis von in Argumente und Deduktionen verkleidete Hoffnungen, oder verfolgen in Wirklichkeit besondere Interessen, oder sind die Anwendung ideologischer Denkschemata (1) auf eine Wirklichkeit, die die Autoren der Erklärungsversuche nicht mehr verstehen. Und kein Erklärungsversuch ist für sich allein zur Begründung der großen Kursschwankungen der US-Währung ausreichend.
Im Folgenden präsentieren wir zwei der drei Analysen, die, u.a., Gegenstand der 27. Ausgabe des GEAB sind:
1. Erklärung: « Die Weltwirtschaft ist nunmehr allgemein in einer Krise und daher flüchten Anleger in sichere Währungen »
Es ist unbestreitbar, dass den Mehrheit der Investoren und Akteure an den globalen Finanzmärkten erst im Laufe dieses Sommers bewußt wurde, dass neben den USA auch Europa, Asien und die Schwellenländer von der Krise betroffen sein würden. Bisher schienen sie davon auszugehen, dass die Krise auf die USA beschränkt bleiben werde. Und dies, obwohl wir der Juni-Ausgabe des GEAB den Titel gegeben hatten : « Die Schockwellen der Aufprallphase der umfassenden weltweiten Krise schlagen über uns zusammen. » Sie hatten, wie so häufig, lieber Regierungsverlautbarungen aus diesen Ländern vertraut, gemäß denen – wie könnte es anders sein – die Zukunft rosig sein werde... .
Natürlich wirkt sich die Erkenntnis der globalen Finanzmärkte über schlechte Wirtschaftsbedingungen auch auf die Wechselkurse der betroffenen Länder aus. Jedoch kann man die Lage in den Ländern, die so verschieden sind wie z.B. Großbritannien, Euroland, China, Japan oder Australien nicht über einen Kamm scheren. Also ist nicht einzusehen, warum bei unterschiedlichen Wirtschaftsbedingungen und - Aussichten die Wechselkursentwicklung zum Dollar identisch sein sollte. Vor allen Dingen ist in Anbetracht der vielen schlechten Nachrichten aus den USA (die Verstaatlichung von Freddie Mac und Fanny Mae läßt den bereits gigantischen US-Schuldenberg noch weiter anwachsen) kaum begründbar, warum ausgerechnet die USA und ihre Währung, deren Wert als reine Papierwährung ausschließlich vom Vertrauen in die US-Wirtschaftsentwicklung abhängt, ein sicherer Hafen für die das Geld der globalen Investoren sein sollten ; der Konkurs von Lehman Brothers ist wieder ein Paradebeispiel für die prekäre wirtschaftliche und finanzielle Lage in den USA. Wir werden im Folgenden darlegen, dass der Dollar-Kursanstieg gerade nicht mit der Solidität der US-Währung, sondern mit ihren Schwächen zu erklären ist.
Jedenfalls ist eines ausgeschlossen : Ein neues, für die Märkte relevantes Element, mag es auch so wichtig sein wie die revidierten Wirtschaftsaussichten für große Weltregionen, kann nicht einen allgemeinen, geradlinigen, über mehreren Wochen stabilen Trend auslösen. Die berühmte « unsichtbare Hand des Marktes » ist weder so unbeirrbar noch so durchsetzungsfähig. Die Erklärung vom Dollar als « safe haven-Währung » kann damit den markanten Anstieg des Dollars seit Ende Juli nicht erklären ; und sie kann vor allen Dingen nicht begründen, warum dieser Anstieg so dauerhaft und geradlinig verlief.
Inflationsbereinigte Entwicklung der US-Schulden (in Dollar des Jahres 2000) - Quelle : US National Debt Clock
2. Erklärung: « Die USA sind vor dem Rest der Welt in die Rezession geraten, also werden sie auch die ersten sein, bei denen die Wirtschaft wieder anzieht »
Wir sind zu höflich, um die angeblichen Qualitätsmedien zu zitieren, die, rund um den Globus, diese « Erklärung » abgedruckt haben; denn hier wird Blödsinn so konsequent verbreitet, dass man eigentlich schon von Lüge sprechen muss – oder von grenzenloser Dummheit. Zwar ist richtig, dass nun die meisten Akteure an den Finanzmärkten und in der Wirtschaft erkannt haben, das die USA in einer schweren Rezession stecken, weil ihr Bankensystem wegen der Subprime-Krise und ihrer Folgen (2) zusammen gebrochen ist. Auch ist bei ihnen offensichtlich die Tatsache zur Kenntnis gelangt, dass Europa, Asien und der Rest der Welt mit einer merklichen Wirtschaftsabschwächung, wenn auch unterschiedlichen Ausmaßes, zu kämpfen haben werden. LEAP/E2020 hat schon mehrfach den Ablauf dieser Krise beschrieben, so dass wir hier nicht erneut darauf eingehen werden. Aber die meisten Akteure der globalen Märkte sind sich sehr wohl darüber bewusst, dass - mit Ausnahme Großbritanniens und auch Spaniens, wenn auch zu einem geringeren Maße - kein anderes wirtschaftlich wichtiges Land von einem Krisen-Potpourri heimgesucht wird, der sich mit dem der USA vergleichen könnte (Banken und Kreditmärkte, Immobilien, Wirtschaft, Währung, Militär...); und niemand vermag zu sagen, wann das Schlimmste überstanden sein wird. Die strukturellen und damit anhaltenden Probleme in den USA verleugnend versucht diese sogenannte Erklärung den Eindruck zu erwecken, die globalen Investoren wären überzeugt, die Krise in den USA wäre in Ausmaß und Ablauf grosso modo vergleichbar mit den Krisen in den anderen Ländern. Und wie auf ein Kommando hätten alle Investoren mit einem Mal massenweise Dollar gekauft und die anderen Währungen verkauft ; dies selbst an Tagen, an denen der Dow Jones 300 Punkte einbüßte, weil schlechte Wirtschaftsnachrichten die Aktienmärkte erschütterten. Diese globalen Investoren legen also ein sehr merkwürdiges Geschäftsgebaren an den Tag: Sie glauben an das Potential der US-Währung, verkaufen gleichzeitig aber ihre in den USA gehandelten Aktien! Sie sind überzeugt, dass die US-Wirtschaft sich vor den anderen Volkswirtschaften erholen würde, und stoßen ihre Anteile, die sie an dieser Wirtschaft halten, ab, um Dollar zu kaufen! Ein solches Verhalten wäre nicht mehr mit Dummheit sondern nur mit Wahnsinn zu erklären. Wahrscheinlicher ist aber, dass es sich dabei in Wirklichkeit um eine verzweifelte Flucht nach vorn handelt, die per Definition kein Dauerzustand werden kann, und die ein Zeichen dafür ist, dass dem Dollar und überhaupt allen Vermögensanlagen, die auf Dollar lauten, schwerste Zeiten bevorstehen. Wir werden in Kürze darlegen, dass die Manipulation des US-Wechselskurs sich das Phänomen der Flucht nach vorn der globalen Investoren zu Nutzen gemacht hat. Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass eine rein chronologisch begründete Erklärung, nach der die USA zuerst in die Krise geraten sind und damit auch zwangsläufig als erste herauskommen müssten, uns keinesfalls zu überzeugen vermag.
Auswirkungen der vergangenen Finanzkrisen auf die Geschäftsbanken (Dunkelblau : Dauer ; Hellblau : Intensität) - Quelle : Morgan Stanley / Oliver Wyman
In dieser Ausgabe des GEAB stellen wir im Detail dar, wie der amerikanischen und chinesischen Regierung diese Manipulation gelang - und welche verheerenden Auswirkungen sich dadurch ergeben: Denn die Manipulation trägt zur Beschleunigung des Zerfalls des amerikanischen und globalen Finanzsystems bei. Inzwischen sind Washington (und New York) und Peking von Panik erfasst. Die Folgen des Zusammenbruchs für die nächsten zwölf Monaten werden nunmehr für unsere Experten sehr greifbar. Die praktischen und strategischen Ratschläge von LEAP/E2020 sollen dazu dienen, sich gegen die schweren Folgen der Krise zu wappnen. Das globale Finanzsystem ist im Herzen getroffen, und da ist es notwendig, möglichst früh zu wissen, wer als nächster Präsident im Weißen Haus Jahre über bestimmende Jahre in der Geschichte der USA und der Welt mitenscheiden wird. Für LEAP/E2020 steht schon heute fest, wer die Wahlen im November gewinnen wird, denn der Fahrplan für den Wahlsieg eines Kandidaten wurde schon festgelegt und wird nun Takt für Takt abgearbeitet. In der folgenden Ausgabe des GEAB vom Oktober 2008 wird LEAP/E2020 seinen Zeitplan für den weiteren Ablauf der Krise aktualisieren, sowie seine Einschätzungen für die weitere Entwicklung der Eurozone, Russland und Asien vorstellen.
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Noten:
(1) Und bei Wechselkursen, wo Spekulation, Geschichte, Nationalismus und Außenpolitik aufeinander treffen, sind Überzeugungen häufig ideologisch untermauert.
(2) Inzwischen vergeht nicht mehr auch nur eine Woche, in der nicht zumindest eine Bank, groß oder klein, Konkurs geht. Und die US-Regierung muss immer größere Teile des nationalen Bankensystems übernehmen, wie man an der Verstaatlichung von Fannie Mae und Freddie Mac sehen konnte.
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GEAB N°64 - Zusammenfassung
- 17. April 2012 -
Frankreich 2012 bis 2014: Ein schweres Erdbeben erschüttert die Grundfesten der Republik - und wie die internationale Politik dadurch verändert wird
Nach unserer Auffassung wird der Sieg Hollandes eine Reihe von strategischen Umbrüchen auslösen, die massiv Auswirkungen auf die Entwicklung Europas haben werden; darüber hinaus werden sie ganz wesentlich die gegenwärtigen globalen Veränderungen, die mit dem Ausbruch der weltweiten Krise 2008 eingesetzt haben, beschleunigen… (Seite 2)
. Eine französische Präsidentschaftswahl 2012, die geopolitisch von größerer Bedeutung ist als die US- Präsidentschaftswahlen 2012 (Seite 3)
. Die Enthüllungen der Exzesse des Präsidenten und seiner Geschäftemacherei zu Gunsten seiner Freunde, wie sie noch kein Präsident vor Sarkozy betrieben hatte, werden das Präsidialregime der Fünften Republik in seinen Grundfesten erschüttern... (Seite 3)
. Das Erdbeben, das die Institutionen der Republik in ihren Grundfesten erschüttert, wird die Integration Eurolands vorantreiben und die republikanische Integrität des Landes stärken... (Seite 5)
. Die Auswirkungen der Wahl François Hollandes auf die Politik Eurolands (2012 bis 2014)... (Seite 10)
. Die Auswirkungen der Wahl François Hollandes auf die Entwicklung einer neuen Weltordnung (2012 bis 2015)... (Seite 13)
Lesen Sie die Pressemitteilung
Methodik der Politischen Antizipation / Von der Notwendigkeit, Versuche der Meinungsmache zu durchschauen
Ob beim Einmarsch in den Irak durch die USA 2003, beim Angriff der angelsächsischen Finanzmärkte auf den Euro 2011/2012, dem Angriff gegen Libyen 2011, bei der Stimmungsmache für Nicolas Sarkozy oder beim möglichen israelisch- amerikanischen Angriff gegen den Iran - in all diesen Fällen konnte man sehr schön beobachten, wie das, was man früher bei den Sowjets « Agitprop » oder bei den Amis« Psy-ops » nannte, erneut in schönster Blüte steht… (Seite 15)
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Der kanadische Immobilienwahnsinn als Kopie der amerikanischen Fehler – Ab 2013 brechen die Preise zwischen 15% und 25% ein
In der folgenden Antizipation zur Entwicklung des kanadischen Wohnimmobilienmarktes werden wir zeigen, dass das kanadische „Wirtschaftswunder“ lediglich eine Fata Morgana ist, nämlich eine unmittelbare Folge einer exzessiven Überschuldung der Privathaushalte, mit der eine massive Immobilienblase aufgeblasen wurde, die kurz vorm Platzen steht… (Seite 19)
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Strategische und praktische Empfehlungen
. Australische und neuseeländische Dollar: Zwei Währungen, die das Lager wechseln
. Steuern: Die große Offensive beginnt
. Aktienmärkte / US- Wirtschaft: Der (erneute) Abstieg hat begonnen
. Kanadische Wohnimmobilien: Achtung, die Preise brechen ein
. Hedge Fonds der City / Spekulation gegen den Euro – Die Regierungen bereiten einen brutalen Gegenangriff vor... (Seite 24)
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Der GlobalEurometer - Ergebnisse & Auswertung
Mit 74% der Befragten (im Vergleich zu 71% im März 2012), die davon ausgehen, dass der US- Dollar in den nächsten Monaten deutlich an Wert verlieren werde, wächst die Mehrheit der Befragten, die der US- Währung keine rosigen Zeiten vorhersagen… (Seite 26)
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